Qualitätsstufen der Kalkulation

» Baunachrichten

Qualitätsstufen der Kalkulation

Die Qualität eines Angebots wird wesentlich dadurch bestimmt, wie beispielsweise der Arbeitszeitaufwand und in der Folge der Einheitspreis (EP) unterschiedlich hoch gegenüber dem tatsächlichen Niveau in der Baudurchführung angesetzt werden. Daraus leiten sich folgende Qualitätsstufen ab:

Festpreiskalkulation

Hierbei werden vorkalkulierte:
  • Festpreise von Dritten, aus Baupreiskatalogen u. a. oder
  • selbst kalkulierte Festpreise vergangener Bauaufträge bzw. aus beobachteten Marktpreisen herangezogen, jedoch nicht auftragspezifisch kalkuliert.
Nachteilig dabei ist, dass die eigene Kostenstruktur im Dunkeln bleibt. Andererseits kann das Angebot schnell erstellt werden. Eine Grundlage bietet das Baupreislexikon von der Firma f:data GmbH unter www.baupreislexikon.de

Orientierungswertkalkulation mit betriebsfremden Kostenansätzen

Liegen keine betrieblichen Kalkulationsansätze vor, es soll aber mit Mengen- und Wertansätzen kalkuliert werden, ist diese Art zu wählen. Dann müssen Orientierungswerte von Dritten genutzt werden, z. B.:
  • Produktinformationen der Lieferanten, vor allem zum Arbeitszeitaufwand für das Schalen, Betonieren u. a.,
  • Kalkulationstabellen mit Arbeitszeit-Orientierungswerten, wie sie für den Hoch- und Tiefbau als Arbeitsrichtwerte (AR-H, AR-T) vorliegen,
  • Verbrauchsinformationen und Erkenntnisse aus Betriebsvergleichen,
  • Datenbanken wie z. B. die DBD-Kalkulationsansätze der Firma Dr. Schiller & Partner GmbH, Dresden,www.dbd.de
  • Kalkulationssoftware nextbau mit hinterlegten Kalkulationsansätzen,
  • www.baupreislexikon.de mit DBD- Kalkulationsansätzen nach dem STLB-Bau - Dynamische BauDaten.

Erfahrungswertkalkulation mit betrieblichen Kalkulationsansätzen

Betriebsspezifische Ansätze können gewonnen werden z. B. aus:
  • Nachkalkulationen zu analogen, bereits ausgeführten Bauaufträgen,
  • einholen aktueller Einstandspreise für Baustoffe, Mietpreise für Geräte. Erreicht wird mit dieser Art eine wesentlich höhere Kostensicherheit. Das Angebot wird sachlich begründet.

Erfahrungswertkalkulation mit auftragsindividuellen Kostenansätzen

Voraussetzung ist eine umfangreiche Datenpflege aus betrieblichen Erfahrungswerten bauleistungsspezifisch und differenziert nach unterschiedlichen Leistungs-, Technologie- und Baustellenbedingungen. Zu beachten bleibt aber, dass die gewünschte Qualität auch im richtigen Verhältnis zum vertretbaren Aufwand steht. Gefragt ist ein optimaler, nicht ein maximaler Aussagewert des Angebots.

Baunachrichten zu Qualitätsstufen der Kalkulation

Bauaufträge im Kreislauf von Angebot, Ausführung, Nachtrag und Abrechnung -Der Bauauftrag entsteht und ist wert das er zugrunde geht. A` la Goethe erleben die Firmen diesen ewigen Rhythmus am Bau. Vom Anbieten bis zum Abrechnen. Oft ist nach dem Angebot schon Schluss. Aber mit der Schlussrechnung ist der Auftrag noch nicht am Ende. Bauaufträge sind das tägliche Brot der Firmen. Lebenswichtig sind die Bauleistungen und Baupreise. Und eine gesunde Existenz erfordert eine schnelle und sichere Kalkulation sowie eine ordnungsgemäße Abrechnung.
Der Bauauftrag entsteht und ist wert das er zugrunde geht. A` la Goethe erleben die Firmen diesen ewigen Rhythmus am Bau. Vom Anbieten bis zum Abrechnen. Oft ist nach dem Angebot schon Schluss. Aber mit der Schlussrechnung ist der Auftrag noch nicht am Ende. Bauaufträge sind das tägliche Brot der Firmen. Lebenswichtig sind die Bauleistungen und Baupreise. Und eine gesunde Existenz erfordert eine schnelle und sichere Kalkulation sowie eine ordnungsgemäße Abrechnung.
Baupreise und Angebotssumme - Kosten und Angebotsbilanz -Was ist zuerst da: die Baupreise oder die Angebotssumme? Bestimmen die Baupreise die Angebotssumme oder werden sie daraus bestimmt? Auf den ersten Blick scheint alles klar. Wie im Lokal. Der Kellner tippt die Bestellungen nach Speisekarte ein und bringt die Rechnung. Eine Milchmädchenrechnung? Faktisch war es aber der Wirt. Er hat vorher Speisen und Getränke kalkuliert. Und die Kosten sind der Schlüssel zur Lösung. Man sollte eben die Rechnung nicht ohne den Wirt machen.
Was ist zuerst da: die Baupreise oder die Angebotssumme? Bestimmen die Baupreise die Angebotssumme oder werden sie daraus bestimmt? Auf den ersten Blick scheint alles klar. Wie im Lokal. Der Kellner tippt die Bestellungen nach Speisekarte ein und bringt die Rechnung. Eine Milchmädchenrechnung? Faktisch war es aber der Wirt. Er hat vorher Speisen und Getränke kalkuliert. Und die Kosten sind der Schlüssel zur Lösung. Man sollte eben die Rechnung nicht ohne den Wirt machen.
Fix berechnete Baupreise oder flexibel kalkulierte Bauaufträge? -Wie das ganze Leben, so wird auch der Baumarkt durch den Wettbewerb geprägt. Die Spielregeln dafür liefert die VOB und im Wettstreit verschiedener Bieter um die Bauaufträge wird mit immer härteren Bandagen gekämpft. Alle wollen schnell und sicher zum Ziel. Beim Weg gibt es da schon Glauben und Zweifel. Viele ausführende Unternehmer sagen mir: "Wenn ich meine Kosten kalkuliere, dann bekomme ich den Auftrag nicht. Deshalb biete ich mit marktüblichen festen Einheitspreisen an. Dafür habe ich meine 15 Baupreise im Kopf".
Wie das ganze Leben, so wird auch der Baumarkt durch den Wettbewerb geprägt. Die Spielregeln dafür liefert die VOB und im Wettstreit verschiedener Bieter um die Bauaufträge wird mit immer härteren Bandagen gekämpft. Alle wollen schnell und sicher zum Ziel. Beim Weg gibt es da schon Glauben und Zweifel. Viele ausführende Unternehmer sagen mir: "Wenn ich meine Kosten kalkuliere, dann bekomme ich den Auftrag nicht. Deshalb biete ich mit marktüblichen festen Einheitspreisen an. Dafür habe ich meine 15 Baupreise im Kopf".

Verwandte Suchbegriffe zu Qualitätsstufen der Kalkulation


 
Schon über 50.000 Abonnenten!
bauprofessor.nachrichten
Ihr kostenloser Newsletter
E-Mail:
» Abonnieren

Diese Webseite verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu gewährleisten. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu.
OK