Indexkennzahlen

Indexkennzahlen

Indexkennzahlen treffen Aussagen über die Veränderung von untersuchten Kennzahlen. Gleichartige Werte, Mengen oder Stunden als Zeiten werden aus unterschiedlichen Zeiträumen oder Zeitpunkten auf eine vorher bestimmte Basis bezogen, wobei die Basis in der Regel = 100 gesetzt wird. Ableitbar ist daraus meistens eine Entwicklungsreihe.
Indexkennzahlen werden für verschiedene volkswirtschaftliche Aussagen vom Bundesamt für Statistik aufbereitet und von Unternehmen mit herangezogen, beispielsweise:
  • der Erzeugerpreisindex für gewerbliche Produkte von Rohstoffen und Industrieerzeugnissen, weiterhin für die Landwirtschaft, Forstwirtschaft, bestimmte Dienstleistungen sowie für das Baugewerbe,
  • Baukostenindizes für Wohngebäude, insbesondere zur Entwicklung der Preise, der von den Bauunternehmen beim Bau von Wohngebäuden eingesetzten Produktionsfaktoren, wie Baumaterialien und Löhne,
  • Erzeugerpreisindex für Baumaschinen, beispielsweise für die Anwendung zur Anpassung der mittleren Neuwerte für Baumaschinen auf Preisbasis 2014 in der Baugeräteliste (BGL) 2015 auf ein aktuelles Preisniveau,
  • Erzeugerpreisindex für Architektur- und Ingenieurdienstleistungen zur Entwicklung der Preise der Architektur- und Ingenieurbüros für die Planung von Bauleistungen einschließlich von Leistungen für die Überwachung der Bauausführung.
Indexkennzahlen spielen auch im Rahmen von wirtschaftlichen Betrachtungen im Bauunternehmen sowie dem Baubetriebs- und Baustellen-Controlling eine wichtige Rolle, aufbereitet aus den Unterlagen des betrieblichen Rechnungswesens beispielsweise zur:
  • Entwicklung der Kosten einzelner Kostenarten wie Lohn-, Stoff- und Gerätekosten sowie der Gesamtkosten im Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr,
  • Entwicklung der Kosten einzelner Kostenarten und der Gesamtkosten als Entwicklungsreihe mit Bezug auf das Vorjahr, auf ein Basisjahr z. B. 2010 oder 2015 bzw. seit Bestehen des Unternehmens,
  • Entwicklung der Mietpreise in Unternehmen der Immobilien- und Wohnungswirtschaft gegenüber den Anschaffungsjahren der Immobilien u. a.
Indexkennzahlen werden auch oft im Ergebnis von Struktur- und Betriebsvergleichen aufbereitet und berechnet, beispielsweise durch Verbände von Unternehmen der Bauindustrie und des Baugewerbes mit differenzierten technischen und wirtschaftlichen Kennzahlen:
  • zur Bauleistungsstruktur nach Leistungssparten wie Hochbau, Tiefbau u. a.
  • zur Kosten- und Personalstruktur sowie zu geleisteten Arbeitsstunden,
  • zum Auftragseingang, der Anzahl abgegebener und erhaltener Angebote,
  • zur Forderungsstruktur und dem Zahlungsverhalten der Auftraggeber u. a.
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